Glück und Zufriedenheit: Forschung, Tipps und Anleitungen!

By on 22. August 2016 in Coaching, Forschung with 3 Comments

glueck und gluecklich sein

Glück und Glücklichsein – Zwei Begriffe, von denen jeder einzelne Mensch fasziniert ist und anstrebt, das Glück für sich zu finden.

Vielen Menschen ist bewusst, dass sich Glück nicht in materiellen Dingen finden lässt. Spätestens dann, wenn sich das Glücksgefühl beim Einkaufen nicht meldet, suchen Menschen das Glück in tieferen Ebenen des Daseins. Das ist richtig, denn das Glücklichsein hat seinen Platz im Inneren des Menschen. Wer die Tür zum Glücklichsein öffnet, erlebt das Leben leichter und strahlt mit einem Lächeln im Gesicht. Finden Sie in diesem Artikel den Schlüssel zur inneren Glückstür und üben Sie sich im Glücklichsein.

Glück ist kein Zufall

Menschen, denen etwas Schönes zukommt, werden oft als glücklich bezeichnet – so als fiele nur auf sie ein Stern vom Himmel, der ihnen das Glück beschert. Ein wenig Wehmut liegt im Ton der Worte und der Wunsch, auch von diesem Glück bedacht zu werden. Doch es ist eben kein Stern, der vom Himmel auf einzelne Personen herabfällt – auch wenn die Emotionen in solchen Momenten genau dieses Gefühl vermitteln. Den Moment des Glücklichseins zu spüren ist für jeden Menschen erlernbar und erhellt die dunklen Momente, in denen wir uns nach Glück und Liebe sehnen.

Erkenntnisse der Glücksforschung

Selbst die Wissenschaft ist vom Glück gefesselt und beschäftigt sich weltweit mit der Frage, was den Menschen glücklich macht. Es wird nach international gültigen Garanten für Zufriedenheit gesucht, was sicherlich sehr interessant ist, wenn man bedenkt, in welch unterschiedlichen Kulturen der Mensch auf den verschiedenen Kontinenten lebt. Dabei hat sich gezeigt, dass ein angenehmes und erfülltes Leben als glücklich wahrgenommen wird.

Dazu zählen ganz allgemein ganz schlichte Elemente wie Frieden, Gesundheit, ein soziales Umfeld und die Selbstbestimmung zu einem glücklichen Leben. Es sind also keineswegs materielle Dinge wie ein teures Auto oder unerschwingliche Designerkleidung, die im Vordergrund für das Glücklichsein stehen. Das, was wir längst in unserem Inneren fühlen, bestätigt uns die Glücksforschung: Wir streben nach Dingen, die gar nicht käuflich sind und uns dennoch glücklich machen.

Gehirn und Glück

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Um die innere Zufriedenheit erleben zu können, sind jedoch auch chemische Stoffe im Gehirn notwendig. Nicht umsonst beschreiben wir die Konstellation von bestimmten Menschen mit: „Die Chemie stimmt einfach.“ Bekannt ist Schokolade als Stimmungsaufheller mit dem Botenstoff Serotonin. Der Organismus benötigt einen Mix aus chemischen Stoffen, die für die Herstellung sowie den Transport der Neurotransmitter verantwortlich sind. Neben Serotonin sind Dopamin, Noradrenalin und das ß-Endorphin für das Glücksgefühl verantwortlich. Sie können als die Fährmänner des Glücksgefühls bezeichnet werden – sie überbringen die freudvollen Emotionen, doch das Boot müssen wir selbst in Empfang nehmen bzw. bewusst empfinden.

Tipps für mehr Glücks-Gefühle!

Wie die wissenschaftlichen Ergebnisse der Glücksforschung gezeigt haben, sind es vorrangig soziale Momente, die das Glück und das Gefühl von Zufriedenheit hervorbringen. Wenn Sie sich endlich wieder einmal glücklich fühlen möchten, stehen Ihnen diverse Möglichkeiten zur Verfügung. Laden Sie spontan zwei, drei gute Freunde für ein Essen ein und verwöhnen Sie sie mit kleinen, aber herzlichen Geschenken. Es sind gerade die persönlichen Gaben, die einen Menschen berühren. Und ein Sprichwort von Albert Einstein besagt: „Das Glück ist das Einzige, was sich verdoppelt, wenn man es teilt.“ Besser könnte man den kurzen Moment, indem das Herz pocht und einem Tränen vor Glück in den Augen stehen, nicht beschreiben. Singen sie ganz spontan das Lieblingslied aus Ihrer Kindheit und Sie erleben in Kürze, wie glücklich Sie dabei sind.

Alternativ sind auch Entspannungstechniken wie das Autogene Training wunderbar dazu geeignet, auf einer Fantasiereise zur Entdeckung der Glücksgefühle zu gehen. Während der Entspannung stellen Sie sich eine wunderschöne Blumenwiese, einen zartblauen Himmel und zwitschernde Vögel vor. In diese Kulisse eingetaucht und den Augenblick bewusst wahrnehmend, verspüren Sie tiefes Glück und tiefe Zufriedenheit. Wie Sie Meditation oder Autogenes Training erlernen, lesen Sie hier nach.

Ist Glück erlernbar?

Und genau darum geht es. Die glückvollen Momente im Leben, die tiefe Zufriedenheit ist kaum vergleichbar. Selbst die Geburt eines Kindes ist für Mutter wie Vater von tiefsten Glücksgefühlen verbunden. Doch Sie müssen nicht jahrelang auf solche Momente warten. Geben Sie Ihrer inneren Stimme einen Ruck und entdecken Sie den Raum, der Ihre Seele, Ihr Herz mit Glück erfüllt. Das Empfinden von Glück ist vor allem mit der eigenen Wahrnehmung und dem Willen zum Glücklichsein verbunden. Wie oft sagen Sie, dass Sie sich etwas wünschen?

Erfüllen Sie sich Ihre Wünsche. Gehen Sie in ein Café und leisten Sie sich ein köstliches Stück Kuchen, spüren Sie, wie die zart schmelzende Schokolade auf der Zunge zergeht. Fahren Sie für einen Tag ans Meer und geniessen Sie die frische Brise.
Erlauben Sie sich das Glück und belohnen sich oder Ihre Lieben mit einer hübschen Blume. Es gibt täglich endlose Möglichkeiten, das Glück zu spüren. Ist Ihnen bewusst, mit wie viel Glück Sie gesegnet sind, in Frieden zu leben und täglich für die Familie das Essen zuzubereiten? Schon ein Blick in andere Länder, Kulturen und Regionen zeigt, wie groß Ihr persönliches Glück ist.

Und auch ohne jeglichen finanziellen Einsatz ist das Glück mit einfachen Mentalübungen spürbar. Der Stadtpark bietet Gräser, Blätter, Blumen und Zweige, die mit wenigen Handgriffen zu einem hübschen Gesteck werden. Und wenn Sie keine Möglichkeit haben, an die See zu fahren, genügt es, sich im Sommer wie Winter in die Sonne zu stellen und die Wärme zu spüren, den leichten Wind oder gar ein paar Regentropfen. ­Beobachten Sie sich ohne Erwartungen, und das Glück stellt sich von ganz allein ein.

Glück und Schicksal

Bei den kommt es häufiger vor, bei den anderen seltener, der Augenblick, indem wir sagen: Was für ein Glück, dass wir uns getroffen haben! Warum erleben einige Menschen weitaus weniger von diesen glücklichen Momenten? Das Glück kann weder in Geschenkpapier eingewickelt werden noch ist es messbar. Es ist eine Emotion, für die Sie offen sein müssen. Schicksalhafte Begegnungen werden oft mit negativen Empfindungen in Verbindung gebracht – weitaus mehr als die positiven Gefühle.

Gehen wir mit der Wahrnehmung des Glücks manchmal zu selbstverständlich um? Ein positiv denkender Mensch wird sich vielmehr vom Schicksal begünstigt fühlen als ein negativ denkender Mensch. Hier zeigt sich wieder einmal, welche Kraft in der Macht der Gedanken liegt. Insofern sind wir unseres Glückes Schmied, der das Schicksal fest in den Händen hält.

Anleitung zum Unglücklichsein

In diesem Kontext hat Paul Watzlawick 1983 die „Anleitung zum Unglücklichsein“ veröffentlicht. Der Anti-Ratgeber des Psychotherapeuten und Soziologen wurde in kürzester Zeit von Millionen Menschen in verschiedenen Ländern gelesen und avancierte zum Kultbuch. Wessen Glas halb leer ist, wird sich in den vielen Aufzählungen negativer Gedankenkreise wiederfinden. Er zeigt auf simple Art, wie nah das Empfinden von Glück und Unglücklichsein liegen. Wer die Kette negativer Gedanken schnell zerreisst, wird ebenso schnell zur Zufriedenheit zurückkehren (können). Seine Aufzählungen von persönlichen Missverständnissen und falscher Erwartungen zeigen auf, wie wir uns das Leben schwer machen und das Glück buchstäblich von uns fernhalten.

Das Glück messen

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Manfred Spitzer zeigt in seiner Fernsehserie „Geist & Gehirn“, wie amerikanische Wissenschaftler das Glück gemessen haben. Interessanterweise zeigen die Ergebnisse der befragten Frauen nach glücklichen Momenten Unterschiede zu den real erlebten Momenten im Alltag. Es zeigt ein weiteres Mal, wie sehr sich unsere emotionale Wahrnehmungen von den tatsächlichen Erlebnissen unterscheiden. Die amerikanische Studie kommt zu dem Ergebnis, das wir unsere emotionalen Erlebnisse – positive wie negative – nicht an der Dauer des Moments festmachen. Das bedeutet, selbst wenn Sie auch nur für ein bis zwei Sekunden ein Glücksgefühl verspüren, können Sie noch lange in der Erinnerung davon zehren.

Übungen für mehr Glück

Wenn Sie jetzt den Wunsch nach einem ganz eigenen Glücksgefühl verspüren, beginnen Sie einfach sofort. Üben Sie sich in der Wahrnehmung für Ihr Glück. Konzentrieren Sie sich nur auf den Moment, indem Sie Glück spüren möchten und denken sie keineswegs darüber nach, dass die Wäsche noch aufgehangen werden muss. Bleiben Sie im Hier und Jetzt – alle anderen Aufgaben sind später noch immer für Sie da. Hier ein paar Beispiele:

  • Schliessen Sie die Augen und erfreuen Sie sich an den warmen Sonnenstrahlen
  • Erinnern Sie sich an die letzte glückliche Begegnung mit einem Ihrer Lieben  
  • Schreiben Sie einen Brief und drücken sie Ihre Liebe aus  
  • Danken Sie jemanden mit einem Blumenstrauss für seine Aufmerksamkeit, seine Hilfe oder Unterstützung.

Es gibt viele Möglichkeiten, das Glück wahrzunehmen. Öffnen Sie Ihre Sinne während einer Mediation und übertragen Sie diese Momente in den Alltag – viel Glück 🙂  

Was war Ihr schönster Glücksmoment? Ich freue mich auf Ihren Kommentar unten.

© Mental Power Int. GmbH

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Wer schreibt hier?

Ich bin Gründer und Eigentümer der Mental Power Int. GmbH mit Sitz in Thalwil, Schweiz. Vor über 25 Jahren habe ich begonnen mich mit den Themen Meditation,  Mental- und Bewusstseinstrainings auseinanderzusetzen. Durch den frühen Tod meines Vaters als ich 6 Jahre alt war  und traumatischen Erlebnissen in meiner Kinder- und Jugendzeit, entdeckte ich die spirituelle Welt – dies war meine Rettung!

Mit Autorenbeiträgen, CD's, Vorträgen, Seminaren und Ausbildungen begleiten ich und meine Mitarbeiter tausende Menschen mit voller Leidenschaft und Freude. Mehr über mich und meinen Werdegang finden Sie hier ...

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3 Kommentare

  1. Anonymous sagt:

    Ein schöner Glücksmoment war gestern als ich mit meinem Mann nach dem Austehen ausgiebig gekuschelt habe oder in diesem Moment sitze ich auf unserer Terasse und genieße es nichts zu tun. auch das ist Glück für mich

  2. Erika Gehrig sagt:

    Schöne Glücksmomente sind für mich die wunderschönen Gesänge
    der Vögeln am morgen früh oder das bestaunen des grosse alten Lindenbaums vor meiner Tür, der alle Stürme überlebt hat.
    Die Natur hat vieles zum bestaunen bereit.

  3. Anonymous sagt:

    Wunderschöne Glücksmomente erfahre ich durch Musizieren.Ganz intensiv spüre ich das Aufsteigen der Endorphine beim Singen.
    Danke lieber grigor für all die wertvollen Impulse !
    Christine

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