Mental Food – Wie Sie es schaffen, sich schlank zu essen

By on 27. Oktober 2016 in Gesund leben

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Wenn die Tage kürzer werden, schaltet Ihr Körper automatisch in den Wintermodus. Ihr Essverhalten, Ihr Stoffwechsel, Ihr Körpergefühl ändert sich. Für viele ist es gerade jetzt schwierig, ihr Gewicht zu halten. Sie setzen, ohne es zu wollen, den ärgerlichen Winterspeck an, den sie sich im Frühjahr dann wieder mühsam herunterhungern, um die Bikinifigur zurückzubekommen.

Das alles ist aus zwei Gründen keine gute Sache: Erstens birgt dieses saisonbedingte Hadern mit der Figur die Gefahr des Einstiegs in den gefürchteten Jojo-Effekt: Je mehr Sie versuchen, Ihr Gewicht unter Kontrolle zu behalten, desto mehr springt es kurz darauf nach oben! Und zweitens raubt Ihnen diese ständige Sorge um die Themen Essen, Kilos und Figur früher oder später die Lebensfreude. Sie bindet einfach zu viel Energie.

Was für ein Stress!

Der wahre Grund für die Pfunde

Und dabei ist das mit der dauerhaft und mühelos schlanken Figur in den meisten Fällen reine Kopfsache. Ja, mehr noch, um präzise zu sein: Es ist eigentlich Seelensache!

Das ist einfach zu erklären: Auch wenn Ihnen Ihr Umfeld glaubhaft machen will, dass die sexy Bikinifigur alleine durch Disziplin beim Essen und beim Sport zu erhalten ist, liegt die Ursache für einen aus der Form geratenen Körper meistens tiefer.

Natürlich wird die Speckschicht nur dann anwachsen, wenn Sie Ihrem Körper mehr Kalorien zuführen, als Sie verbrennen. Das ist einfach nur logisch. Nur: Wenn Sie psychisch-seelisch darauf eingestellt sind, „zu viel“ zu essen und sich im Vergleich dazu „zu wenig“ zu bewegen, dann hat das einen Grund. Und gegen den kommen Sie mit purer Disziplin nicht an.

Welcher Grund das sein soll? Vielleicht wird es Sie überraschen, weil es so banal klingt: Die Hauptursache für Übergewicht ist aus meiner Praxiserfahrung, dass die Betroffenen das Gespür für ihren Körper verloren haben – und dieses Körpergefühl bringt keine Diät und kein Fitnessprogramm wieder zurück.

Mentale Übungen dagegen schon!

Was zu viel ist, ist zu viel

Vielleicht ist es ja für Sie normal, dass Ihr Körper beim Essen irgendwann signalisiert: „Vielen Dank, ich habe genug.“ Und dann hören Sie auf zu essen. Das ist dieses angenehme Sättigkeitsgefühl.

Stellen Sie sich jetzt bitte vor, diese Signale würden Sie erst jeweils zehn Minuten später wahrnehmen. Sie würden also bei jeder Mahlzeit zehn Minuten länger weiteressen. Dreimal am Tag, 21 Mal die Woche, 90 Mal im Monat, 1095 Mal im Jahr. Das entspricht 182,5 Stunden zusätzlichen Essens im Jahr. Machen Sie sich das klar: Welche Berge an Essen können Sie zu sich nehmen, wenn Sie knapp 8 Tage am Stück, ohne zu schlafen, mit gutem Appetit ohne Unterbrechung essen würden? Selbstverständlich sind diese Unmengen an Kalorien überflüssig, Sie würden sie in Körperfett umwandeln und speichern müssen.

Mit diesem Gedanken wird Ihnen sicher klar, wie viel Körperumfang ein nur um zehn Minuten verspätetes Völlesignal verursachen muss. Nur: Manche Menschen spüren dieses Signal nicht nur zu spät, nein, sie spüren es überhaupt nicht! Sie hören erst dann zu essen auf, wenn ihr Magen so voll ist, dass es unangenehm wird. Es ist völlig logisch, dass niemand so viel Sport treiben kann, um diese Mengen an Energie zu verbrennen.

Die Frage ist: Warum spüren sich diese Menschen nicht? Warum bleibt das natürliche Sättigkeitssignal aus oder wird übergangen?

Sucht kommt von suchen

Die Seele dieser Menschen verspürt noch immer einen Mangel, auch wenn der Magen voll ist. Es fehlt Ihnen etwas ganz anderes: Nähe zu anderen Menschen beispielsweise. Sie haben einen Mangel auf Seelenebene und versuchen, diesen mit Essen auszugleichen.

Warum ausgerechnet mit Essen? Nun, es muss nicht zwingend Essen sein. Manche füllen die Lücke mit Rauchen, andere mit Alkohol. Einfach alles, was mit dem Mund aufgenommen wird. Bereits im Säuglingsalter entsteht diese Kopplung – salopp gesagt: wenn oben was in den Mund reinkommt, ist alles in Ordnung. Dann entsteht dieses Wohlgefühl. Dann fühlt sich der Mensch sicher, geborgen und versorgt. Und je mehr reinkommt, desto besser. Das „Nachfüllen“ über den Mund wird wichtiger als das Sättigkeitsgefühl und überlagert es darum.

Nun bleibt die Frage, wie Sie dieses Problem lösen können.

Im Wesentlichen brauchen Sie erstens wieder Zugang zu Ihrem natürlichen Körperempfinden, um zu wissen, wann Sie genug gegessen haben. Zweitens müssen Sie sich mit dem seelischen Mangel beschäftigen, der ansonsten all Ihre Bemühungen sabotieren wird. Beide sind mentale Probleme, die Sie mit mentalen Übungen lösen können.

In drei Schritten zur Wunschfigur – ohne Diät

Aber mentale Arbeit ist eben mehr als nur ein Fingerschnippen: Es ist Arbeit. Zunächst braucht es dazu im ersten Schritt in der Regel einen Anstoss von aussen, damit der unbewusste Vorgang, der Ihnen schadet, in Ihr Bewusstsein rückt. Das kann der Hinweis eines guten Freundes sein: Vielleicht sagt er Ihnen im Vertrauen, dass Sie viermal so viel Essen vom Buffet geholt haben wie alle anderen. Oder die Diagnose eines Arztes, der Ihnen schwarz auf weiss nachweist, dass Ihr Stoffwechsel, Blutdruck oder was auch immer unter zu viel Nahrungszufuhr leidet. Wenn es ernst genug ist, beginnen Sie zwangsläufig, sich mit Ihrem Essverhalten zu befassen. Die Frage ist nur, wie ernst es bei Ihnen werden muss.

Manche geraten dann in Panik und beginnen, ihre Nahrungsaufnahme zu kontrollieren. Sie machen Diäten und zählen Kalorien. Aber ebenso wie übermässiges Essen ist auch das kein natürliches Verhältnis zum Essen, sondern führt zu einem kontrollierten Körpergewicht. Ich nenne diese Menschen dann die „kontrolliert Schlanken“. Freude macht Essen dann nicht. Das soll es aber!

Mit Achtsamkeit zu natürlichem Essverhalten

Im zweiten Schritt lernen Sie, sich mit meditativen Übungen den gesunden und gewünschten Körperzustand vorzustellen. Vielen Übergewichtigen fehlt schlicht die Vorstellung davon, wie sie als gesunder, normalgewichtiger Mensch aussehen und sich fühlen könnten. Mit Meditationen können sie ein klares Bild davon erschaffen und somit Schritt für Schritt zu ihrem Körpergefühl zurückfinden.

Dabei helfen ausserdem spezielle mentale Übungen, die direkt auf die Wiederherstellung des Körpergefühls beim Essen abzielen. Ich haben Ihnen weiter unten ein paar davon zusammengestellt. Mit diesen Übungen kommen Sie erfahrungsgemäss schon sehr weit.

Der dritte Schritt ist dann die Entkopplung von Nahrungsaufnahme und Wohlgefühl – damit Essen nicht mehr als Ersatzbefriedigung für Seelenbedürfnisse dient. Dazu empfehle ich Ihnen sich die Begleitung eines erfahrenen Therapeuten oder Coachs zu suchen, der Ihnen hilft, die traumatische Erlebnisse, die zu dieser Kopplung geführt haben, aufzuarbeiten und zu klären – zum Beispiel, indem er Sie in Trance versetzt, um Ihnen Zugang zum Unbewussten und Verdrängten zu geben.

Essen mit Freude

Wenn Sie also langfristig eine tolle Figur haben und sich mit Ihrem Körper wohlfühlen wollen, dürfen Sie die Diäten und den ganzen damit verbundenen Druck, Zwang und Stress weglassen. Investieren Sie Ihre Energie lieber darin, Ihr natürliches Körpergefühl freizulegen. Wenn Sie sich spüren, haben Sie ein natürliches Mass. Dann können Sie freudvoll und genussreich essen und behalten gerade deshalb Ihr natürliches Wohlfühlgewicht.

Hier meine sechs wichtigsten Mental-Tipps dafür:

Tipp 1: Entspannen!

Hören Sie auf, im Stress zu essen. Lernen Sie mit Meditationsübungen, sich bewusst zu entspannen. Denn im Stress essen Sie automatisch schneller und neigen dazu, Ihr Körpergefühl zu missachten.

Tipp 2: Wasser trinken!

Trinken Sie vor der Mahlzeit zwei ganze Gläser Wasser und warten Sie dann kurz. Achten Sie darauf, wie sich das Wasser in Ihrem Magen anfühlt. Erstens haben Sie dann mental Verbindung zu Ihrer Körpermitte aufgenommen und werden die Signale von dort nicht mehr so leicht übergehen. Zweitens Ist Ihr Magen dann schon mal beschäftigt und wird sich entsprechend früher melden.

Tipp 3: In Gedanken essen!

Bevor Sie mit dem Essen beginnen, stellen Sie sich vor, wie Sie in Ihrer Vorstellung essen: Nehmen Sie sich vor dem Essen Zeit und schliessen Sie die Augen. Stellen Sie sich nun vor, wie Sie Gang für Gang mental verspeisen. Das hilft, den übermässigen, seelisch bedingten Hunger zu stillen.

Tipp 4: Intuitiv entscheiden!

Es geht beim gesunden Essverhalten nicht nur um die richtige Menge, sondern auch um die richtige Auswahl. Damit Sie die bewusst treffen, stellen Sie sich VOR dem Bestellen oder dem Schöpfen vor, wie Sie das Essen verspeisen. Dann stellen Sie sich auch vor, wie Sie das Essen verdauen. Achten Sie auf die Antwort Ihres Körpers. So können Sie ein Gefühl dafür entwickeln, welches Essen Ihnen guttut.

Tipp 5: Ihr Gehirn versorgen!

Das Sättigkeitsgefühl wird in Ihrem Gehirn erzeugt. Darum kann es sein, dass Ihr Gehirn, wenn es die falsche Nahrung bekommt, nach immer mehr Essen schreit. Wenn Sie sich gehirngerechte Nahrung zuführen wollen, wählen Sie vor allem nicht industriell verarbeitetes Essen ohne Zusatzstoffe. Vor allem vegane Ernährung ist dafür ideal.

Tipp 6: Waaarten!

Vielleicht kommt bei Ihnen das Sättigungsgefühl ein wenig verzögert. Essen Sie darum absichtlich langsam und warten Sie zwischen einzelnen Gängen eine Viertelstunde. So hat Ihr Körper genügend Zeit sich zu melden, bevor Sie zu viel essen.

Ich wünsche Ihnen guten Appetit – und einen lange befriedigten Hunger!

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Wer schreibt hier?

Ich bin Gründer und Eigentümer der Mental Power Int. GmbH mit Sitz in Thalwil, Schweiz. Vor über 25 Jahren habe ich begonnen mich mit den Themen Meditation,  Mental- und Bewusstseinstrainings auseinanderzusetzen. Durch den frühen Tod meines Vaters als ich 6 Jahre alt war  und traumatischen Erlebnissen in meiner Kinder- und Jugendzeit, entdeckte ich die spirituelle Welt – dies war meine Rettung!

Mit Autorenbeiträgen, CD's, Vorträgen, Seminaren und Ausbildungen begleiten ich und meine Mitarbeiter tausende Menschen mit voller Leidenschaft und Freude. Mehr über mich und meinen Werdegang finden Sie hier ...

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