Vipassana Meditation (Einsichtsmeditation)

By on 9. April 2017 in Meditation

vipassana meditation anleitung

Analytisch aufgestellt und über alle Religionsgrenzen hinweg, ist die Vipassana  Meditation  perfekt für die Menschen im Westen geeignet. Damit verfügen wir über eine wertvolle Methode, unser Leben zu bereichern. Jeder kann sie für sich nutzen.  

Meditation: Konzentration und Loslassen

Im grossen und Ganzen gibt es zwei Formen der Meditationspraxis. Die eine Art nähert sich der befreienden „Leere“ mit absichtslosen Sitzen, dem Loslassen von allen Gedanken, ohne jede Absicht und Wollen. Bei der anderen Form geht es um die Konzentration auf einen Gegenstand, ein Wort oder auf die Atmung. Beide Praktiken schliessen sich nicht gegenseitig aus. Gerade für Anfänger der  Meditation  fällt vielen der Einstieg über die Konzentration auf Etwas zunächst leichter.  
Die Vipassana Meditationsmethode ist eine Achtsamkeitsmeditation aus dem Buddhismus. Die analytische, religionsübergreifende oder sogar religionsfreie Herangehensweise macht diese Methode besonders geeignet für unsere westliche Denkweise.  

Vipassana  Meditation: vom Ursprung bis in die Gegenwart

Der Ursprung von Vipassana geht zurück ins Altindische, in die Zeit von Buddha, Siddhartha Gautama selbst. Ihm wird diese Meditationsform zugeschrieben. Vipassana, das heisst so viel wie Einsicht oder Klarsicht. Als Teil des Theravada-Buddhismus fand man in den Schriften der Redensammlungen Buddhas eine Textgrundlage für die Vipassana  Meditation.

Ab dem 10. Jahrhundert wurde Vipassana mehr und mehr aus dem Theravada Buddhismus verdrängt. Erst im 18. Jahrhundert begann diese ursprüngliche Meditationsform, zunächst in Burma, wieder Fuss zu fassen. Sie verbreitete sich von dort aus nach Thailand, Sri Lanka und auch ins Abendland.
In unserer westlichen Welt zählt die Vipassana  Meditation  des Theravada-Buddhismus, zusammen mit dem Zen-Buddhismus und dem Tibetischen Buddhismus, heute zu den drei Hauptströmungen des Buddhismus.

Vipassana  Meditation: Theorie und Praxis

Diese Meditationsform führt auf pragmatische Art und Weise in die tiefere Einsicht und zur Erlösung. Sie ist losgelöst von Glaubensrichtungen, metaphysischen und spirituellen Theorien und Philosophien. In der Meditationsübung geht es darum, die bisher angesammelten (falschen) Erkenntnisse aus dem Erlebten zu löschen. Erst danach gelangt man, mit der entsprechenden Reife, zur richtigen Einsicht und letztendlich zur Erleuchtung.
Doch zuerst muss der Geist von allen bisherigen Erkenntnissen befreit werden. In der  Meditation  wird durch bestimmte Techniken versucht, den Wiedererkennungsprozess, das Bewerten auszuschalten.
Hierzu werden in der Hauptsache zwei Techniken mit wiederum jeweils zwei unterschiedlichen Ausrichtungen gelehrt. Natürlich nur für eine grobe Einteilung. In Wirklichkeit existieren allein in Burma schon weit über 20 verschiedene Ansätze im Vipassana. Im Grunde geht es aber immer darum, durch Achtsamkeit zur richtigen Einsicht zu gelangen.  

Es gibt die natürlichen Ansätze, wie sie heute noch meistens in Thailand praktiziert werden. Durch die Achtsamkeit auf den Atem oder auf bestimmte Körperteile während des Atmens, soll der Geist von Zusammenhängen und Benennungen losgelöst werden. Als Anker für die Atembetrachtung werden einmal das Gefühl der ein- und ausströmenden Atemluft an den Nasenlöchern genannt. Als weiterer Anker, die Empfindung der Atembewegungen im Brust- und Bauchraum.  
Bekannte Lehrer dieser Richtung, auch Naturmethode genannt, sind der 1992 verstorbene Thailänder Ajahn Chah, der Engländer Christopher Titmuss und Ajahn Buddhad?sa.

Der andere Ansatz ist die technische Methode. Hier geht es um das Body Sweeping (Körperhineinkommen) und, in einer amerikanischen Weiterentwicklung, um das Body Labeling (Etikettieren).  

Das Body Labeling geht auf den Lehrer Mahasi Sayadaw aus Burma zurück. Bestimmte Beobachtungen werden spontan vom Geist mit Begriffen (Label, Etiketten) versehen. Damit soll der übende Geist mit der Zeit dazu gebracht werden, Identifikationen und Ich-Mein-Beziehungen aufzulösen.  

Am weitesten verbreitet ist der technische Ansatz des Body Sweeping. Es bezeichnet das „In den Körper Hineinkommen“. Es ist eine systematische Empfindungsbeobachtung oder auch ein Körperscannen. Die Übung geht über eine körpergerichtete Bewusstheit. Der ganze Körper wird mit der Aufmerksamkeit innerlich abgetastet. Mit jeder Stufe um eine Sinneswahrnehmung verfeinert, bis letztendliche alle Anhaftungen und Zwänge durch die körperliche Erfahrung aufgelöst sind.  
Der bekannteste Lehrer dieser Technik ist der Burmese U Ba Khin. Sein berühmtester Schüler ist Satya Narayan Goenka. Als burmesisch-indischer Lehrer hat S.N. Goenka die Vipassana  Meditation  auch hier im Westen verbreitet. Allerdings mit dem hohen Anspruch, dies sei die reine Vipassana Technik und nur nach dieser Methode habe Buddha damals gelehrt.

Völlig ausserhalb von buddhistischen Inhalten werden Elemente von Vipassana in der Alternativmedizin zur Behandlung von Stresssymptomen (Mindfulness-Based Stress Reduction) angewendet.  

Vom Nutzen, sich in der  Meditation  zu üben

 Es ist immer und jederzeit von grossen Nutzen mit dem Meditieren zu beginnen. Am besten fangen Sie gleich heute noch damit an. Es ist zwar nie zu spät, es wäre aber schade, um die verstrichene Zeit ohne  Meditation.  

Als Anfänger der  Meditation  fühlt man sich oft vor einem riesigen Berg, den man doch nie erreichen wird, oder nur in 10 und mehr Jahren. Diese Annahme ist falsch. Selbst Buddha sprach von den heilsamen Wirkungen der regelmässigen Meditationspraxis bereits nach 7 Tagen.  

Neuere Untersuchungen haben ergeben, dass schon nach 8 Wochen Meditationspraxis Stresszustände spürbar abnehmen und Angstzustände gemildert werden. Als Beweis dafür fand man strukturelle Veränderungen in der Amygdala (Mandelkern, das ist unser Zentrum für die Einordnung von Gefahren) bei Praktizierenden. Auch die Verringerung negativer Emotionen liess sich nach 8 Wochen  Meditation  feststellen. Weitere Vorteile, das Meditieren zu erlernen im Überblick:

  • Einzelne Gehirnfunktionen werden besser miteinander verbunden. Dadurch: bessere Fähigkeit zur Konzentration und Aufmerksamkeit
  • Gesunder Schlaf, weniger Schlafstörung, das heisst: weniger Müdigkeit tagsüber
  • Nachlassen innerer Spannungen und Gereiztheit, mehr Gelassenheit
  • Günstige Auswirkungen auf das Herz-Kreislaufsystem, niedrigere Pulsfrequenz, mehr Sauerstoff gelangt in die Organe, dadurch geringere Krankheitsanfälligkeit
  • Verbesserung der Leistungsfähigkeit und der Lernfähigkeit. Bereits nach 30 Tagen regelmässiger Meditationspraxis konnte man eine Steigerung des IQ Wertes bei den Probanden feststellen
  • 30% -40% geringeres Schmerzempfinden stellten Wissenschaftler bei regelmäßig Meditierenden fest
  • Günstige Auswirkungen auf psychischen Krankheiten, besonders Depressionen, Phobien und ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom)

Diese und viele weitere Vorteile mehr sind wohl Grund genug, nicht mehr lange mit dem Erlernen der Meditationspraxis zu warten. Selbst Skeptiker können beruhigt durchstarten, denn negative Auswirkungen sind nicht zu erwarten und man kann sich gefahrlos dem Abenteuer  Meditation  hingeben. Vielleicht wird es ja sogar Ihr Umfeld sein, das die positiven Veränderungen bei Ihnen zuerst feststellt. Es wäre jetzt wirklich kein Wunder, wenn Sie sagen:

Ja, ich will. Meditieren, wie kann ich das erlernen?

Eine gute Grundlage ist die beste Voraussetzung dafür, gleich zu Beginn mit Freude und Motivation das tägliche Meditieren zu lernen. Im Online-Meditationskurs bekommen Sie als Anfänger gleich einen Einstieg und können sofort mit Ihrer ersten  Meditation  beginnen. Wer tiefer einsteigen möchte, kann mit dem Intensiv-Training sein Leben für immer bereichern. Hier profitieren Sie nachhaltig von den langjährigen Erfahrungen des Trainers.

Was Sie sonst noch benötigen zur  Meditation? Keine Angst, Sie müssen nicht mit perfekt verknoteten Beinen darauf warten, dass Ihnen dieselben einschlafen. Eine halbe Stunde ungestört sein, ein bequemer, aber aktiver, aufrechter Sitz und ein paar Anleitungen zur  Meditation  für Anfänger reichen, um den Anfang zu machen. Das kann Ihr Start in ein reicheres und entspannteres Leben sein!
Fast könnte man schon von einer unterlassenen Selbsthilfeleistung sprechen, wenn jemand die  Meditation  nicht als Bereicherung in sein Leben integriert. Denn in unserer lauten, schnelllebigen Gesellschaft unterstützt die  Meditation  jeden Praktizierenden darin, leistungsstark, ausgeglichen und psychisch gesund zu bleiben.

© Mental Power Int. GmbH

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Wer schreibt hier?

Ich bin Gründer und Eigentümer der Mental Power Int. GmbH mit Sitz in Thalwil, Schweiz. Vor über 25 Jahren habe ich begonnen mich mit den Themen Meditation,  Mental- und Bewusstseinstrainings auseinanderzusetzen. Durch den frühen Tod meines Vaters als ich 6 Jahre alt war  und traumatischen Erlebnissen in meiner Kinder- und Jugendzeit, entdeckte ich die spirituelle Welt – dies war meine Rettung!

Mit Autorenbeiträgen, CD's, Vorträgen, Seminaren und Ausbildungen begleiten ich und meine Mitarbeiter tausende Menschen mit voller Leidenschaft und Freude. Mehr über mich und meinen Werdegang finden Sie hier ...

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