Anleitung: Yoga Nidra (Tipps, Kurs, Seminar, Ausbildung)

By on 2. November 2018 in Anleitungen, Meditation with 0 Kommentare

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Yoga Nidra ist eine geführte  Meditation  in Achtsamkeit und Gewahrsein, die zu tiefer Entspannung führt und dabei bewusst alle Ebenen des Bewusstseins einbezieht. Yoga Nidra wird auch „schlafloser Schlaf“ oder „bewusster Schlaf“ genannt.

Täglich praktiziert baut Yoga Nidra negativen Stress ab und dringt tief in unbewusste Schichten unseres Seins vor, sodass körperliche, emotionale sowie mentale Verspannungen und Blockaden aufgelöst werden. Durch diese heilsame Wirkung von Yoga Nidra stellt sich letztendlich Gelassenheit, Vertrauen und Harmonie ein.

Yoga Nidra  Meditation  – Eintauchen in die Leere  

Die Meditationstechnik des Yoga Nidra stammt aus Indien und wurde von Swami Satyananda Saraswati, dem Begründer der indischen Bihar School of Yoga, auf der Grundlage bestehender Tandra- und Yogatechniken entwickelt. Ihm ist es zu verdanken, dass auch der westlichen Welt in der heutigen stressigen Zeit eine besondere Tiefenentspannung zur Verfügung steht, die weit über normale Entspannung hinausgeht. Swami Satyananda Saraswati entwickelte aus den zeitaufwendigen Praktiken eine ganz neue Art von  Meditation, die unabhängig von Kultur, Religion oder Alter durchgeführt werden kann. Den Zustand des Yoga Nidra, diesen dynamischen, bewussten Schlaf, der sich anfühlt wie das Hinabtauchen in die große Leere, den kann jeder erreichen.



Das Wort „Yoga“ selbst bezeichnet einen Bewusstseinszustand, der den Menschen ganz tief in seinem eigenen Sein ruhen lässt. Patanjali, dessen berühmtes Werk „Yogasutra“ in alten Yogaschriften mit Sicherheit einen grossen Stellenwert einnimmt, definierte Yoga, wie folgt: „Yoga ist das Zur-Ruhe-Kommen der dauernd sich verändernden mentalen Muster“. Dann ruht der Seher in sich selbst: Dies ist Selbst-Verwirklichung.“ Doch meist sind wir Menschen mit unseren Gedanken unterwegs, entweder in der Zukunft oder in der Vergangenheit, nie so wirklich im Hier und Jetzt. Aber genau im Hier und Jetzt, in diesem Moment, findet das Leben statt, in dem wir frei von Sorgen, Problemen, Überforderung, Stress und Ängsten sind. Schon von je her versuchen Seher und Weise Wege aufzuzeigen, diesen Zustand zu erreichen, in dem sich alle Bewusstseinsebenen bewusst betreten lassen und der Geist leer scheint, da die Gedanken ruhen. Das ist der Sinn von Yoga Nidra, dem Yogaschlaf, in dem wir aber nicht wirklich schlafen.  

Grundstruktur der Übungselemente einer Yoga Nidra  Meditation

Yoga Nidra hat einen systematischen Ablauf, anhand dessen die Übungen von der äusseren Wahrnehmungsebene bis hinein in die tiefsten Ebenen des Seins führen und wieder zurück. Auch wenn die einzelnen Elemente abgewandelt werden können, so ist doch immer ein gewisses Grundsystem erkennbar:

  1. Vorbereitungsphase: Einnehmen der Yogahaltung „Shavasana“ (Totenhaltung) und Wahrnehmen des Körpers und der Atmung.
  2. Entspannung: Die Ausübung von Achtsamkeit ruft Entspannung hervor.
  3. Entschluss oder Vorsatz: Wichtige Stufe im Yoga Nidra, die der Persönlichkeit eine positive Richtung gibt.
  4. Kreisen: Kreisen der Wahrnehmung durch den Körper.
  5. Atmung: Beobachtung der Atmung auf unterschiedlichen Weisen.
  6. Gegensätze: Wachrufen von Empfindungen, die Gegensätze sind, wie zum Beispiel kalt/heiß, hell/dunkel oder schwer/leicht.
  7. Bildersehen: Übung zum Wachrufen beweglicher Bilder.
  8. Visualisierung: Übung zum schnellen Wiederholen von wichtigen Bildern.
  9. Innenraum: Betreten des inneren Raums des Bewusstseins.
  10. Entschluss: Verinnerlichung des Vorsatzes.
  11. Abschluss: Systematische Rückführung, Stück für Stück in die äussere Welt.

Möchten Sie die Yoga Nidra  Meditation  praktizieren, so lassen Sie sich am besten verbal führen, denn das ist am effektivsten und Sie müssen sich keine Gedanken darüber machen, ob sie gerade richtig oder falsch üben. Aber im Grunde genommen können Sie beim Yoga Nidra nichts falsch üben. Die wichtigste Regel ist dabei nur, dass Sie Ihre Wahrnehmung auf Ihren Körper richten, so können Ihre Gedanken nicht spazieren gehen. Und sollten sie es während der  Meditation  einmal doch tun, so werden Sie immer wieder dazu aufgefordert während der gesamten Yoga Nidra Übung achtsam zu sein.

Wahrnehmung und Achtsamkeit

Während der Yoga Nidra  Meditation  wird Ihre Wahrnehmung durch Ihren Körper geführt. Und zwar in einer bestimmten und vor allem immer wieder kehrenden Reihenfolge, von einem Körperteil zum nächsten. Ganz wichtig dabei ist, dass Sie den Namen des Körperteils gedanklich wiederholen. Jeder Ihrer Körperteile besitzt einen Gegenpol im Gehirn und führt zur vollkommenen Entspannung dieses Areals und darüber hinaus. Der Energiefluss erhöht sich und Sie nehmen eine Art „Loslassen“ und Erleichterung wahr, die aufgrund der sofortigen Trennung des Bewusstseins von sensomotorischen Sinneswahrnehmungen entsteht. Ihre Sinne ziehen sich sozusagen von aussen nach innen zurück. Genau dieser Teil der Übung ist der wichtigste Teil einer Yoga Nidra  Meditation  überhaupt, denn das Gehirn führt Gefühle, Gedanken und das Körperbewusstsein zu einer harmonischen Einheit zusammen. Dabei erfährt nicht nur Ihr Körper eine tiefe Entspannung, sondern Ihre zum Gehirn führenden Nervenbahnen werden auf besondere Art und Weise „gereinigt“ und mit Energie aufgefrischt.  

Yoga Nidra – Zustand zwischen Wachen und Schlafen

Ein sehr wichtiger Aspekt der Yoga Nidra  Meditation  ist, dass Sie dadurch einen grösseren Zugang zu Ihrem Bewusstsein erlangen können, von dem die moderne Forschung behauptet, dass nur ein Zehntel davon genutzt wird. Dabei sind sich alle einig, sowohl Physiologen, Psychologen als auch Yogis, dass es drei verschiedene Erscheinungsformen des menschlichen Bewusstseins gibt, die in der Wissenschaft als Bewusstseinszustände bezeichnet werden. Diese Bewusstseinszustände sind im Einzelnen: Tiefschlaf, Wachsein und Traumschlaf. Die Praxis der Yoga Nidra  Meditation  erzeugt genau den Zustand zwischen Traumschlaf und Wachsein. Alle diese Zustände können mit einem bestimmten Muster der Gehirnaktivität in Verbindung gebracht werden, die mithilfe eines Elektroenzephalografen (EEG) gemessen werden kann. Für den Zustand im Yoga Nidra fanden Forscher damit heraus, dass dieser genau dem Alpha-Zustand entspricht.

Alpha – Ein Brunnen voller Kreativität  

Um wirklich in den Zustand des Yoga Nidra zu gelangen, muss sich die Frequenz der Gehirnwellen ändern. Doch im Wachbewusstsein ist Ihr Gehirn ständig mit der Verarbeitung von Sinneseindrücken aus der äusseren Umgebung beschäftigt. Die Frequenz der Ströme im Gehirn bewegt sich dabei zwischen 14 und 20 Hz (Beta-Wellen). Das bedeutet, dies ist ein sehr schneller Rhythmus. Im Tiefschlaf hingegen bewegt sich die Frequenz zwischen 0,5 und 4 Hz (Delta-Wellen). Hier sind keine mentalen Aktivitäten mehr vorhanden und das Unbewusste zeigt sich, während im Traumschlaf das Unterbewusstsein hervortritt, bei einer Frequenz zwischen 4 bis 8 Hz (Theta-Wellen). Und genau zwischen den Bereichen von Beta und Theta liegt die Frequenz des Yoga Nidra mit 8 bis 14 Hz (Alpha-Wellen).  



Der Bereich der Alpha-Wellen wird in der Psychologie auch als „hypnagogischer Zustand“ bezeichnet. Diesen Zustand erreichen Sie nicht nur durch die Yoga Nidra  Meditation, sondern er ist als kurze Phase beim Einschlafen sowie beim Aufwachen vorhanden. Manchmal erfahren Sie den Alpha-Zustand auch am Tage, wenn Ihnen bestimmte Tätigkeiten besonders gut von der Hand gehen und Sie die Zeit und Realität dabei überhaupt nicht spüren, sondern einfach nur Sie selbst sind. Dieser Zustand wird auch als Flow bezeichnet. Mancher Künstler erfährt diesen Zustand beim Malen und mancher Schriftsteller beim Schreiben. Besonders spontane und kreative Ideen entstehen ebenso wenig am Reissbrett, sondern im Alpha-Zustand, im Brunnen der Kreativität. Wir bemerken dies im Alltag nur nicht, da wir nicht darauf achten. Durch das Praktizieren von Yoga Nidra werden Sie aber bald in der Lage sein, diesen Zustand auszudehnen und bewusst wahrzunehmen. Es ist nur eine Frage der regelmässigen Übung.  



An der Grenze zum Traumschlaf, im Bereich zwischen 7 und 9 Hz, liegen die sogenannten „Mu-Wellen“, die mit besonderen transformierenden Erfahrungen und Einsichten in Verbindung gebracht werden. Zudem gehören diese Wellen in den Bereich der Schuhmann-Resonanz, die bei 7,83 Hz liegt und mit deren Frequenz das Magnetfeld der Erde schwingt. Diese Frequenz wirkt schon seit Millionen von Jahren auf das Leben auf unseren Planeten ein. Sie ist sozusagen der Herzschlag der Erde, ohne den wir Menschen nicht existieren können.  

Die heilsame Wirkung von Yoga Nidra

Der Alpha-Schwingung, die Sie durch eine Yoga Nidra  Meditation  erfahren, werden positive Effekte auf die mentale sowie körperliche Verfassung des Menschen zugeschrieben. Diese Effekte können zum Beispiel folgende sein:

  • Steigerung der Leistungsfähigkeit
  • Erhöhung der Kreativität
  • Stärkung von kognitiven Fähigkeiten
  • Verbesserung der Durchblutung
  • Steigerung der Immunaktivität
  • Verbesserung der allgemeinen Schlafqualität
  • Erhöhung des allgemeinen Wohlbefindens
  • Gefühl des inneren Friedens, Glücks und vollkommener Zufriedenheit

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Über den Autor:

Ich bin Gründer und Eigentümer der Mental Power Int. GmbH mit Sitz in Lenzburg, Schweiz. Vor über 25 Jahren habe ich begonnen mich mit den Themen Meditation,  Mental- und Bewusstseinstrainings auseinanderzusetzen. Durch den frühen Tod meines Vaters als ich 6 Jahre alt war und traumatischen Erlebnissen in meiner Kinder- und Jugendzeit, entdeckte ich die spirituelle Welt – dies war meine Rettung!

Mit Autorenbeiträgen, CD's, Vorträgen, Seminaren und Ausbildungen begleiten ich und meine Mitarbeiter tausende Menschen mit voller Leidenschaft und Freude. Mehr über mich und meinen persönlichen Werdegang finden Sie auf Über Uns.

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